Wie jedes Jahr im Dezember wird die Deutsche Bahn die Preise für Fahrscheineerhöhen, doch dies wird nicht die einzige änderung bleiben. Mit dem Fahrplanwechsel zum 11.Dezember 2011 wird die Bahn noch weitere Veränderungen in der Preispolitik vornehmen, welche für Vielfahrer und Pendler durchaus Interessant sein können.
Preiserhöhungen im Fern- und Nahverkehr
Nach dem Verzicht auf eine Preiserhöhung im Fernverkehr im vergangenen Jahr hebt die Deutsche Bahn (DB) zum 11. Dezember 2011 die Preise neben einer erhöhung der Preise im Nahverkehr auch die Preise für Fahrscheine im Fernverkehr an. Die Preise für Fahrscheine im Fernverkehr werden um durchschnittlich 3,9 Prozent teurer, während im Nahverkehr lediglich mit einer Preiserhöhung von durchschnittlich 2,7 Prozent zu rechnen ist. Nach Bahnangaben besteht der wesentliche Grund für die Verteuerung der Bahn-Tickets in den im letzten Jahr gestiegenen Personal- und Energiekosten.
„Der moderate Anstieg der Fahrpreise soll auch weiterhin eine komfortable, umweltgerechte und vor allem preisgünstige Mobilität für alle ermöglichen“, so Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der DB AG. „Daher haben wir uns auch bewusst für eine Preiserhöhung im Nahverkehr unter dem Niveau der großen Verkehrsverbünde entschieden und haben im Fernverkehr auf eine Verteuerung der Sparpreise verzichtet.“
Preiserhöhungen im Fernverkehr
Im Rahmen der Preiserhöhung für Ticket im DB-Fernverkehrsnetz wird beispielsweise der maximale Ticket-Preis für eine einfache Fahrt in der 2.Klasse inclusive ICE-Zuschlag von 129 auf 135 Euro erhöht(+4,7 Prozent). Eine Fahrkarte von Stuttgart nach München wird in Zukunft um 1 Euro teuerer, was eine Preiserhöhung von 1,9Prozent nachsichträgt (von 53 Euro auf 54 Euro). Mit 27 Euro statt vorher 26 Euro sind auf der Strecke Frankfurt (Main)– Mannheim 1 Euro (+3,8 Prozent) mehr zu entrichten.
Preiserhöhungen im Nahverkehr
Im Nahverkehr wird die Deutsche Bahn die Normal- und Zeitkartenpreise sowie diverse Aktionsangebote (Länder-Tickets, Quer-durchs-Land-Ticket,Schönes-Wochenende-Ticket) um durchschnittlich 2,7 Prozent anheben. Nicht betroffen sind allerdings die Fahrkartenpreise in den Verkehrsverbünden da die Verantwortlichkeit der Preisgestaltung bei den Verbänden selbst liegt und die DB hier keine preispolitische Weisungskompetenz besitz.
Sparpreise bleiben Preisstabil
Der Sparpreis wird unverändert für die einfache Fahrt ab 29 Euro in der 2. Klasse (ab 49 Euro 1. Klasse) und für Kurzstrecken bis 250 Kilometer ab 19 Euro – gültig für Reisen im ICE oder Intercity/Eurocity kosten und ist somit nicht von der neuen Preispolitik der deutschen Bahn betroffen. Die BahnCard 25 Regelung bleibt erhalten, was bedeutet das Reisende in Zukunft weiterhin mit der BahnCard 25 zusätzlich 25 Prozent Rabatt auf den Sparpreis erhalten.
Doch neben den Erhöhungen der Fahrpreise im Nah- und Fernverkehr wird die DB zudem ein einheitliches Preissystem bei der Buchung von Sitzplatzreservierungen einführen:
Neue Preise bei Sitzplatzreservierungen:
Mit der Fahrpeiserhöung führt die DB ein neues Preissystem bei Sitzplatzreservierungen ein. Eine Sitzplatzreservierung kostet ab dem 11. Dezember über alle Verkaufssysteme einheitlich 4 Euro, sowohl für die 1. als auch die 2. Klasse. Somit zahlen alle Fahrgäste für Sitzplatzreservierungen in Zukunft einen einheitlichen Preis, egal ob die Reservierung künftig im Reisezentrum, in DB-Agenturen, im Callcenter, im Inter¬net oder am DB-Automat vorgenommen wird.
Im personenbedienten Verkauf sparen Kunden somit zukünftig 0,50 Euro in der 2. Klasse und 1,50 Euro in der 1. Klasse. Reservierungen für Sitzplätze am Automaten und im Internet erhöht sich der Preis um 1,50 Euro in der 2. Klasse und um 0,50 Euro in der 1. Klasse.
Zukünftige Preise für die BahnCard
Nach drei Jahren Preisstabilität verteuert sich die BahnCard 25 um 2 Euro auf 59 Euro (1. Klasse um 5 Euro auf 119 Euro). Die BahnCard 50 wird um 10 Euro auf 240 Euro angehoben (1. Klasse von 460 Euro auf 482 Euro). 4 Euro mehr müssen Bahnkunden künftig für die ermäßigte BahnCard 50 berappen, da diese statt bislang 118 Euro in Zukunft 122 Euro (1. Klasse von 236 Euro auf 244 Euro) kosten wird. Die BahnCard 100 kostet ab 11. Dezember 3.990 Euro (in der 1. Klasse 6.690 Euro).
Für Jugendliche wird die BahnCard25 Jugend in Zukunft nicht teurer. Hier bleibt beispielsweise der Preis für die BC25 stabil (39 Euro in der 2. Klasse / 78 Euro in der 1. Klasse), was auch für Schüler, Studenten und Senioren gilt
Fazit:
Es kann sich noch durchaus lohnen, schnell eine BahnCard 100 zu ordern, um einen Vorteil gegenüber den neuen Preisen zu haben. Ebenso ist es möglich, ab dem 18. Oktober Züge und Fahrten im neuen Fahrplan zum “alten Preis” zu buchen, was allerding anhand einer Erhöhung von 3,8 Prozent der Ticketpreise sich nicht wirklich auf den Geldbeutel auswirkt.
13. Oktober 2011 | 1 Comment
[...] im Dezember 2011 die Preise zu erhöhen, werden nun die ersten Details bekannt. Neben der Erhöhung der Fahrscheinpreise werden auch die Preise für die BahCard 50 sowie die Preise der BahnCard 100 [...]